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Sport1. August 2026, 13:02 Uhr · von Redaktion

Fifa stoppt den WM-Deal

Die Fifa zieht ihre Pläne für private Investoren bei WM-Rechten zurück. Nach massivem Widerstand, vor allem aus Europa, gilt der Schritt als Rückschlag für Präsident Gianni Infantino.

Fifa stoppt den WM-Deal

Die Fifa hat ihre umstrittenen Investorenpläne gestoppt. Der Weltverband teilte in der Nacht auf Samstag mit, dass das Projekt nicht weiterverfolgt werde. Hintergrund sei, dass die Idee zuletzt immer stärker für Streit gesorgt habe und damit nicht mehr dem Ziel diene, den Fußball gemeinsam voranzubringen.

Im Zentrum stand das Vorhaben „FIFA Forward Enterprise“. Nach Darstellung des Verbands sollte es dabei vor allem darum gehen, Mitgliedsverbände zu stärken – besonders in Ländern, die Unterstützung am dringendsten brauchen. Fifa-Präsident Gianni Infantino betonte erneut, die Pläne seien von Anfang an nur unter der Voraussetzung gedacht gewesen, dass eine Mehrheit der Mitgliedsverbände zustimmt.

Widerstand aus Europa

Der Druck auf die Fifa war in den vergangenen Tagen deutlich gewachsen. Vor allem die Uefa stellte sich gegen einen möglichen Verkauf von WM-Rechten an private Investoren. Laut SRF drohten die 55 europäischen Mitgliedsverbände, darunter auch der Schweizerische Fußballverband, sogar mit einem Boykott der nächsten Weltmeisterschaft, falls die Fifa an dem Vorhaben festhalten sollte.

  • Projektname: FIFA Forward Enterprise
  • Ziel laut Fifa: Unterstützung für Verbände weltweit
  • Hauptkritik: Gefahr einer Spaltung im Weltfußball
  • Folge: Der Vorschlag wird nicht weiterverfolgt

Dämpfer für Infantino

Für Infantino ist der Rückzug ein spürbarer Rückschlag. SRF wertet die Kehrtwende als Niederlage des Fifa-Präsidenten, dem am Ende wegen des massiven Widerstands kaum eine andere Wahl geblieben sei. Besonders heikel: Das Vertrauen in die Fifa und in ihren Präsidenten habe gelitten. Mit Blick auf den Fifa-Kongress im März stellt sich damit auch die Frage, wie stark ihn die Debatte bei seiner angestrebten Wiederwahl belasten wird.

Infantino kündigte an, in den kommenden Tagen und Wochen alle beteiligten Kräfte wieder an einen Tisch holen zu wollen. Das gemeinsame Ziel sei nun, den Fußball weltweit weiterzuentwickeln – vor allem dort, wo Hilfe besonders gebraucht wird.