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Sport1. August 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

FIFA kippt den Milliarden-Deal

Die FIFA zieht ihre umstrittenen Investorenpläne zurück. Präsident Gianni Infantino stoppt das Vorhaben nach massivem Widerstand, nachdem mit dem Verkauf von rund 20 Prozent neuer Rechte bis zu 4,2 Milliarden Dollar erlöst werden sollten.

FIFA kippt den Milliarden-Deal

Die FIFA hat ihre umstrittenen Investorenpläne überraschend gestoppt. Verbandspräsident Gianni Infantino erklärte in einer nächtlichen Stellungnahme, dass der Vorschlag nicht weiter verfolgt werde. Als Grund nannte er die wachsenden Spannungen rund um das Projekt: Die Debatte habe zu einer Spaltung geführt, die am Ende nicht mehr zum eigentlichen Ziel passe.

Geplant war ein großes Finanzmodell: Über das neue Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise sollte ein Teil der kommerziellen Rechte des Weltverbands vermarktet werden. Vorgesehen war demnach der Verkauf von rund 20 Prozent der Anteile. Das hätte der FIFA laut den vorliegenden Plänen bis zu 4,2 Milliarden Dollar einbringen können. Der neue Geschäftsbereich wäre damit mit 20 Milliarden Dollar bewertet worden.

Druck auf die FIFA wurde immer größer

Infantino betonte, mit dem Projekt habe er die Mitgliedsverbände stärken wollen. Nach seiner Darstellung sollte der Fußball weltweit davon profitieren, vor allem in Ländern, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig verwies er darauf, dass das Vorhaben ohnehin nur mit einer Mehrheit der Verbände hätte umgesetzt werden können.

  • Verkauf von Anteilen an einem neuen FIFA-Geschäftsbereich
  • Geplante Einnahmen: bis zu 4,2 Milliarden Dollar
  • Zustimmung sollte laut Berichten bis zum 19. September vorliegen

UEFA drohte sogar mit Boykott

Der Rückzug kommt nach heftigem Gegenwind aus dem internationalen Fußball. Vor allem die UEFA hatte die Pläne scharf angegriffen und sogar damit gedroht, keine Nationalmannschaft aus Europa an FIFA-Wettbewerben teilnehmen zu lassen, solange das Modell auf dem Tisch liegt. Später entzog der europäische Verband FIFA-Chef Infantino auch offiziell das Vertrauen. In seiner Erklärung stellte Infantino nun in Aussicht, die unterschiedlichen Seiten in den kommenden Tagen und Wochen wieder zusammenzubringen.