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Politik2. Oktober 2026, 15:00 Uhr · von Redaktion

Festnahme nach Stützpunkt-Alarm

In London ist ein 25-jähriger britisch-iranischer Doppelstaatler wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Der Fall steht im Zusammenhang mit verdächtigen Aktivitäten an einem britischen Luftwaffenstützpunkt in Fairford.

Festnahme nach Stützpunkt-Alarm

Foto: faz

Im Zuge der Ermittlungen zu verdächtigen Vorgängen an einem britischen Militärstützpunkt ist in London ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Nach Angaben der Anti-Terror-Polizei handelt es sich um einen 25-jährigen Mann mit britisch-iranischer Doppelstaatsbürgerschaft, der in Westminster wegen des Verdachts festgesetzt wurde, terroristische Handlungen vorbereitet zu haben.

Der Fall hängt mit einem Vorfall an der Royal Air Force Base in Fairford im Südwesten Englands zusammen. Der Stützpunkt wird laut Quelle auch von den USA im Krieg gegen Iran genutzt. In der Nacht zum Sonntag war die Polizei dorthin gerufen worden und entdeckte auf dem Gelände drei weiße Lieferwagen. Zunächst waren fünf Briten im Alter zwischen 23 und 25 Jahren vorübergehend festgenommen worden, sie kamen am Montag gegen Kaution wieder frei.

Sechste Festnahme im Fall

Mit dem Zugriff in London gibt es nun insgesamt sechs Festnahmen in diesem Zusammenhang. Politisch ist der Fall inzwischen hochsensibel: Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte, es gebe deutliche Hinweise auf eine mögliche Rolle Irans. Teheran wies diese Vorwürfe zurück und kritisierte stattdessen, dass Großbritannien Militäranlagen auf eigenem Boden für Einsätze der USA und Israels gegen Iran zur Verfügung stelle.

  • Festnahme eines 25-Jährigen in Westminster
  • Ermittlungen nach Vorfall auf RAF-Stützpunkt Fairford
  • Fünf weitere Verdächtige zuvor vorläufig festgenommen

Auch Raketenproduktion wird hochgefahren

Parallel dazu reagiert auch das US-Verteidigungsministerium auf die Lage. Das Pentagon vergab an Raytheon einen Auftrag über 24 Milliarden Dollar, um die Produktion von SM-6-Raketen zu beschleunigen. Der Vertrag ist auf fünf Jahre angelegt und kann optional verlängert werden. Hintergrund sind Berichte über knapper werdende Munitionsbestände der USA infolge des seit mehr als einem halben Jahr laufenden Krieges.

Zusätzliche Brisanz bekam der Fall durch Aussagen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu. Er sagte, Israel habe Großbritannien bereits vor Wochen gewarnt, dass Iran einen Anschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt plane, und entsprechende Geheimdienstinformationen weitergegeben.

Quelle: faz