JETZT LIVE
Sport11. August 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

EM-Drama um eine Hundertstel

Géraldine Di Tizio-Frey hat bei der EM in Birmingham die 100-Meter-Medaille hauchdünn verpasst. Die Schweizerin wurde in 11,07 Sekunden Vierte, nur eine Hundertstel hinter Bronze.

EM-Drama um eine Hundertstel

Géraldine Di Tizio-Frey ist bei der Leichtathletik-EM in Birmingham nur hauchdünn an einer Medaille vorbeigelaufen. Die 29-Jährige belegte im 100-Meter-Final in 11,07 Sekunden Rang vier – und lag damit gerade einmal 0,01 Sekunden hinter Bronze. Für die Schweizerin war das nach ihrem starken Vorlauf und Halbfinal dennoch ein bitteres Resultat.

Di Tizio-Frey war mit viel Rückenwind in den Final gegangen. Als Saisonschnellste mit zwei Rennen unter 11 Sekunden hatte sie ihre Ambitionen schon vor Birmingham unterstrichen. Im Halbfinal bestätigte sie das mit 11,02 Sekunden noch einmal eindrücklich. Im Endlauf gelang ihr zwar erneut ein starker Start, doch auf den letzten Metern konnte sie die Konkurrenz nicht mehr halten.

Nur drei Sprinterinnen schneller

Vor ihr lagen am Ende die Britin Amy Hunt in 11,00 Sekunden, die Polin Ewa Swoboda in 11,02 und die Belgierin Delphine Nkansa in 11,06. Besonders schmerzhaft: Di Tizio-Frey war nur einen Wimpernschlag von Edelmetall entfernt. Entsprechend enttäuscht zeigte sie sich nach dem Rennen. Sie erklärte, es tue weh, weil sie das Gefühl habe, die Medaille wäre möglich gewesen. Auf den letzten Metern habe sie sich etwas verkrampft.

  • 4. Platz für Di Tizio-Frey
  • Zeit: 11,07 Sekunden
  • Rückstand auf Bronze: 0,01 Sekunden

Trotz Frust ein starkes Signal

Auch ohne Podest bleibt der Auftritt ein weiteres Ausrufezeichen in ihrer bisherigen Saison. Di Tizio-Frey stiess in diesem Jahr in neue Dimensionen vor und hielt in Birmingham dem Druck stand. Das ist umso bemerkenswerter, weil sie in diesem Sommer fast nur auf nationaler Ebene unterwegs war. Für die Zugerin war es zudem der erste 100-Meter-Final bei einem Grossanlass unter freiem Himmel.

Die zweite Schweizerin im Final, Salomé Kora, erwischte keinen sauberen Lauf. Nach dem Start kam sie ins Straucheln und wurde in 11,51 Sekunden Achte und Letzte. Kora sprach danach von grossem Frust, weil sie sich vor dem Rennen eigentlich sehr gut gefühlt hatte.

Foto: watson_ch