Eisbären zittern sich zum Start
Die Balinger Eisbären sind mit einem 7:5 in Heilbronn in die neue Landesliga-Saison gestartet. Matchwinner war Marco Böhm, der elf Sekunden vor Schluss mit einem Empty-Net-Goal alles klar machte.

Foto: schwaebische
Gelungener Auftakt für den Titelverteidiger: Die Balinger Eisbären haben ihr erstes Saisonspiel in der Eishockey-Landesliga auswärts bei Heilbronn mit 7:5 gewonnen. Die Partie war über die gesamten 60 Minuten eng, intensiv und bis in die Schlusssekunden offen. Erst Marco Böhm beendete das Zittern mit einem Treffer ins leere Tor elf Sekunden vor der Sirene.
Doppelschläge halten Balingen vorn
Die Gäste erwischten zunächst einen heiklen Start und mussten früh eine Strafe wegen Beinstellens hinnehmen. Mehr Unterzahlsituationen kamen für Balingen im gesamten Spiel aber nicht dazu. Stattdessen setzte die Mannschaft von Coach Petr Kasik offensiv Akzente: Florian Zeiselmeier brachte die Eisbären in Führung, Heilbronn glich aus, ehe US-Neuzugang Zac Horn kurz vor der ersten Pause das 2:1 markierte.
Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel auf Messers Schneide. Die Gastgeber kamen erneut zum Ausgleich, Balingen antwortete wieder durch Zeiselmeier. Nach einem Defensivfehler fiel jedoch das 3:3. Noch vor der zweiten Pause schlug Horn ein zweites Mal zu und sorgte für die knappe 4:3-Führung der Eisbären.
Heilbronn drückt, Böhm entscheidet
Im Schlussabschnitt legte Balingen nach: Nach Vorarbeit von Felix Hebbel erhöhte Nils Meinzer in der 45. Minute. Heilbronn blieb dran und verkürzte, ehe Kapitän Fabian Krause fünf Minuten vor Ende in Überzahl zum 6:4 traf. Doch entschieden war die Partie damit noch lange nicht. Trotz eigener Unterzahl schafften die Hausherren knapp zwei Minuten vor Schluss noch das 5:6.
- Doppeltorschützen: Zac Horn und Florian Zeiselmeier
- Wichtiger Moment: Krauses Powerplay-Tor zum 6:4
- Entscheidung: Böhms Empty-Net-Goal elf Sekunden vor Schluss
Weil Heilbronn danach den Torhüter vom Eis nahm und weiter Druck machte, blieb es dramatisch. Dann schlug Böhm aus dem eigenen Drittel zu und traf ins verwaiste Gehäuse. Kasik sprach anschließend von einem guten Start und betonte, wie wichtig volle Konzentration bis zum Ende sei. Weiter geht es für Balingen am Samstagabend auswärts gegen Stuttgart, den Rivalen aus dem Meisterrennen der vergangenen Saison.
Quelle: schwaebische