Egli vor Hallenstadion-Coup
Beatrice Egli steht vor einem Karriere-Meilenstein: Am 10. Oktober tritt sie als erste Schweizer Solokünstlerin im Hallenstadion auf. Vor dem Konzert spricht sie über Gegenwind, Authentizität und ihre neue TV-Erfahrung.

Foto: Videostill / offizielles Musikvideo (Beatrice Egli)
Beatrice Egli steht vor einem besonderen Abend: Am 10. Oktober spielt die Schlagersängerin als erste Schweizer Solokünstlerin überhaupt im Hallenstadion. Vor diesem Karriere-Moment machte sie im Gespräch mit SRF klar, was bei ihr gerade überwiegt: nicht Nervosität, sondern vor allem Vorfreude. Ihr Team sei bestens vorbereitet, sagte die Sängerin kurz vor dem Auftritt.
Vom Gegenwind zum Meilenstein
Dass dieser Termin auch symbolisch Gewicht hat, liegt an ihrem langen Weg. Egli wurde zwar im Ausland bekannt, in der Schweiz wurde sie nach eigener Darstellung anfangs nicht immer ernst genommen. Von späten Abrechnungen will sie trotzdem nichts wissen. Widerstand habe sie eher angespornt, auch wenn die Jahre vor dem Durchbruch alles andere als leicht gewesen seien. Vor ihrem großen Erfolg habe sie bereits rund zehn Jahre an ihrer Karriere gearbeitet.
Auch auf wechselnde Trends im Schlager blickt Egli gelassen. Für sie entscheidet nicht die mediale Aufmerksamkeit über die Bedeutung des Genres, sondern das Publikum. Schlager sei mal stärker im Fokus und mal weniger, aber als Musikrichtung bleibe er für verschiedene Generationen relevant.
Neue Rolle, klare Haltung
Neben der Musik lotet Egli inzwischen weitere Felder aus. Kürzlich übernahm sie ihre erste Rolle in einer TV-Serie. Dass sie dort eine Schweizerin spielt, kam ihr entgegen: Wenn es emotional werde, komme ihre Schweizer Seite besonders stark zum Vorschein. Gleichzeitig sieht sie sich eher in leichteren Rollen als in düsteren oder wütenden Figuren. Sie wolle sich an solche Facetten, falls überhaupt, nur Schritt für Schritt heranwagen.
- Geboren: 21. Juni 1988 in Lachen SZ
- Durchbruch: 2013 als Gewinnerin von DSDS
- TV: Seit 2022 Moderatorin der „Beatrice Egli Show“
Sehr offen sprach Egli auch über Kritik an ihrem Aussehen. Sie habe schmerzhaft erlebt, wie schnell ein gesunder Körper beurteilt werde, wenn er nicht einem gängigen Ideal entspreche. Entscheidend sei für sie heute, sich selbst anzunehmen und Erfolg nicht nur an äußerer Anerkennung festzumachen. Authentizität sei ihr dabei das Wichtigste — auch, weil sie ihre öffentliche Rolle als Chance sieht, anderen Frauen Mut zu machen.
Quelle: SRF