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Politik8. Oktober 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

Ebola-Alarm jetzt auch in Kenia

In Kenia ist der erste bestätigte Ebola-Fall registriert worden: Ein aus dem Kongo eingereister Mann starb in Nairobi an der Krankheit. Behörden und WHO verfolgen Dutzende Kontaktpersonen und verschärfen die Kontrollen.

Ebola-Alarm jetzt auch in Kenia

Foto: User:Pumbaa80 / Wikimedia Commons, Public domain

In Kenia wächst nach dem ersten bestätigten Ebola-Fall die Nervosität. Ein Mann, der zuvor in der Demokratischen Republik Kongo gelebt hatte, war nach Nairobi eingereist und dort am Montag gestorben. Die Behörden bestätigten, dass er positiv auf das Bundibugyo-Ebolavirus getestet wurde – eine seltene Ebola-Variante mit hoher Sterblichkeit.

Patient reiste über Uganda nach Nairobi

Nach Angaben der Behörden war der kenianische Staatsangehörige zunächst mit dem Auto aus dem Kongo nach Kampala in Uganda gereist und von dort weiter nach Nairobi geflogen. Am internationalen Flughafen fiel er bei den üblichen Gesundheitskontrollen nicht auf. Später brachten ihn Angehörige in ein Krankenhaus, wo er am Samstag isoliert wurde. Gesundheitsminister Aden Duale zufolge zeigte der Mann bereits schwere Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, starke Erschöpfung, Muskelschmerzen, Halsschmerzen und Blutungen unter der Haut.

Die Reaktion auf den Fall läuft inzwischen auf Hochtouren. Die Weltgesundheitsorganisation will eng mit der Regierung in Nairobi zusammenarbeiten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Im Fokus stehen dabei zusätzliche Kontrollen an wichtigen Grenzübergängen und eine klare Information der Bevölkerung.

28 Kontaktpersonen bereits erfasst

Laut WHO und Behörden wurden bislang zahlreiche mögliche Kontakte des Mannes identifiziert:

  • 28 Kontaktpersonen, darunter Familienmitglieder und medizinisches Personal
  • 23 Passagiere aus dem Flugzeug sowie 4 Crew-Mitglieder
  • rund 650.000 Einreisende bereits kontrolliert
  • fast 270 Verdachtsproben untersucht
  • etwa 5.000 Gesundheitskräfte geschult

In Nairobi ist die Sorge trotzdem spürbar. Ein Anwalt aus der Hauptstadt sagte laut ARD, überrascht habe ihn der Fall nicht, enttäuscht sei er aber über die Vorbereitung der Regierung. Klar ist: Obwohl Kenia keine direkte Grenze zur Demokratischen Republik Kongo hat, zeigt der Fall, wie schnell sich das Risiko über Reisewege in der Region ausbreiten kann.

Quelle: Tagesschau