Duplantis springt zu Gold
Armand Duplantis hat bei der EM in Birmingham zum vierten Mal nacheinander Gold im Stabhochsprung geholt. Mit 6,15 Metern stellte der Schwede einen Meisterschaftsrekord auf, verzichtete danach aber auf einen Weltrekordversuch.

Armand Duplantis bleibt bei Europameisterschaften das Maß aller Dinge: Der schwedische Stabhochsprung-Star sicherte sich in Birmingham seinen vierten EM-Titel in Serie. Mit 6,15 Metern stellte der 26-Jährige einen neuen Meisterschaftsrekord auf und bestätigte einmal mehr seine Sonderstellung in der Disziplin.
Gold souverän, Rekordversuch abgesagt
Im Wettkampf ließ Duplantis keinerlei Zweifel aufkommen, wer am Ende ganz oben stehen würde. Nach seinem erfolgreichen Sprung über 6,15 Meter war der Titel entschieden. Einen Angriff auf eine mögliche neue Weltrekordhöhe von 6,32 Metern gab es anschließend aber nicht mehr. So blieb es in Birmingham bei Gold und Rekord für die EM, nicht jedoch bei der nächsten Bestmarke für die Ewigkeit.
Hinter dem Schweden musste sich erneut Emmanouil Karalis mit Silber begnügen. Der Grieche kam auf 6,00 Meter und landete damit wie schon bei der WM in Tokio hinter Duplantis. Bronze ging an den Franzosen Baptiste Thiery, der 5,85 Meter überquerte.
- Gold: Armand Duplantis – 6,15 m
- Silber: Emmanouil Karalis – 6,00 m
- Bronze: Baptiste Thiery – 5,85 m
Deutsche Springer ohne Medaille
Aus deutscher Sicht reichte es diesmal nicht für einen Platz ganz vorne. Bo Kanda Lita Baehre aus Düsseldorf wurde mit 5,70 Metern Neunter. Gillian Ladwig belegte bei seiner EM-Premiere mit 5,55 Metern Rang elf. Vor vier Jahren hatte Lita Baehre in München noch Silber gewonnen, diesmal blieb ihm ein ähnlich großer Coup verwehrt.
Für Duplantis ist der nächste Titel ein weiterer Höhepunkt in einer ohnehin außergewöhnlichen Phase. Sportlich setzt er seinen Siegeszug bei großen Meisterschaften fort, privat hatte das Jahr ebenfalls einen besonderen Moment: Im Juni heiratete er seine langjährige Partnerin Desiré Inglander. In Birmingham stand jedoch wieder allein der Sport im Mittelpunkt – und dort bleibt Duplantis Europas Überflieger.
Foto: sport1
Quelle: sport1