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Sport10. August 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Druck auf Infantino wächst

Im Streit um die FIFA verschärfen UEFA, AFC und Concacaf ihre Kritik an Gianni Infantino. In einem offenen Brief sprechen die Verbände von Täuschung und einem schweren Vertrauensbruch.

Druck auf Infantino wächst

Im Machtkampf an der Spitze des Weltfußballs legen drei große Kontinentalverbände nach. UEFA, AFC und Concacaf haben sich in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit gewandt und den Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino deutlich erhöht. Zwar wird er in dem rund 720 Wörter langen Schreiben nicht direkt genannt, die Botschaft ist dennoch klar: An der FIFA-Spitze soll es einen Neuanfang geben.

Kritik an Stil und Vorgehen

Unterzeichnet wurde der Brief von UEFA-Chef Aleksander Ceferin, AFC-Präsident Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Concacaf-Boss Victor Montagliani. Die drei Verbände betonen, es gehe ihnen nicht darum, Mitgliedsverbände gegeneinander auszuspielen oder bereits getroffene Entscheidungen wie WM-Vergaben rückgängig zu machen. Aus ihrer Sicht steht vielmehr die Glaubwürdigkeit des Fußballs und seiner Führung auf dem Spiel.

Im Zentrum der Kritik stehen Infantinos inzwischen gescheiterte Pläne, Rechte an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen. Nach massiver Empörung war das Vorhaben gestoppt worden. Die Verbände werfen dem FIFA-Präsidenten nun vor, den Vorschlag in zu kurzer Zeit und ohne echte Abstimmung vorangetrieben zu haben. Das sei aus ihrer Sicht kein unglücklicher Ablauf, sondern ein bewusstes Vorgehen gewesen, um eine gründliche Prüfung zu erschweren.

Verbände sprechen von Vertrauensbruch

Besonders scharf fällt die Reaktion auf ein FIFA-Schreiben vom Wochenende aus, in dem der Weltverband sowie zahlreiche nationale Verbände aus Südamerika und Afrika Infantino Rückendeckung gegeben hatten. Dort wurden zwar Fehler im Umgang mit den Investorenplänen eingeräumt, doch genau das reicht den drei Kontinentalverbänden nicht.

  • Sie halten den Vorschlag selbst für grundlegend falsch.
  • Sie werten den Vorgang nicht nur als Verfahrensfehler.
  • Sie sehen darin einen schweren Vertrauensbruch gegenüber den Mitgliedsverbänden.

Mit ihrem Brief machen UEFA, AFC und Concacaf deutlich, dass der Konflikt um Infantinos Kurs längst nicht beendet ist. Der Streit um Macht, Kontrolle und Vertrauen im Weltfußball geht damit in die nächste Runde.