JETZT LIVE
Politik13. September 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Drohnenangriff auf Zug nach Polen

Nahe der polnischen Grenze ist ein Passagierzug von Kiew nach Warschau von einer russischen Drohne getroffen worden. Verletzt wurde niemand, an Bord waren laut PKP Intercity 206 Fahrgäste.

Drohnenangriff auf Zug nach Polen

Foto: Adrian Grycuk / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 pl

Nahe der Grenze zu Polen ist in der Ukraine ein Passagierzug auf dem Weg von Kiew nach Warschau von einer russischen Drohne getroffen worden. Nach Angaben aus der Ukraine und aus Polen wurde niemand verletzt. Der Angriff ereignete sich am Grenzbahnhof Jahodyn, wo laut ukrainischer Eisenbahn die Lokomotive getroffen wurde.

Die Fahrgäste wurden demnach noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des polnischen Betreibers PKP Intercity waren 206 Passagiere an Bord. Später konnte der Zug seine Reise fortsetzen, allerdings mit deutlicher Verzögerung: Die polnische Bahn übernahm ihn erst mehr als sechs Stunden später auf polnischer Seite.

Auch Tankstelle in Grenznähe getroffen

Neben dem Zug wurde laut polnischen Angaben auch eine weitere Stelle nahe der Grenze attackiert. In der Nähe des Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn schlug eine Drohne ein und setzte eine Tankstelle in Brand. Polens Regierung reagierte alarmiert und betonte, die Lage werde laufend beobachtet.

  • Angriff auf die Lokomotive eines Zuges von Kiew nach Warschau
  • Keine Verletzten gemeldet
  • Tankstelle nahe des Grenzübergangs getroffen
  • Polnische Regierung berief Krisengespräche ein

Kiew spricht von gezielter Attacke

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Lok habe durch den Einschlag Feuer gefangen. Er wirft Moskau vor, den Zug absichtlich angegriffen zu haben. Auch Außenminister Andrij Sybiha forderte eine härtere Reaktion auf die russischen Angriffe an der Grenze zur EU und zur NATO.

Die ukrainische Staatsbahn spricht zudem von systematischen Attacken auf das eigene Netz. Wegen landesweiter Angriffe seien Leitstelle und Personal in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Reisende müssten deshalb weiter mit Evakuierungen, Umleitungen und Verspätungen rechnen.

Quelle: Tagesschau