Drohnenalarm auf Kiews Südbrücke
Die bereits beschädigte Südbrücke in Kiew ist erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden. Bürgermeister Witali Klitschko zufolge bleibt die wichtige Verbindung weiter für Autos und U-Bahnen gesperrt.

Foto: Wikimedia Commons / usembassykyiv, Public domain
Die Lage in Kiew bleibt angespannt: Die schon zuvor beschädigte Südbrücke ist erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden. Darüber informierte Bürgermeister Witali Klitschko am Freitag über Telegram. Die Brücke bleibt demnach weiter gesperrt – und zwar sowohl für den Autoverkehr als auch für die U-Bahn.
Besonders brisant: Erst am Donnerstag war die Südbrücke bereits Ziel eines Angriffs geworden. Damals wurde sie nach Angaben aus Kiew von drei Drohnen getroffen. Nach den russischen Attacken am Morgen wurden in der ukrainischen Hauptstadt mehrere Übergänge über den Fluss Dnipro gesperrt. Am Nachmittag waren neben der Südbrücke noch zwei weitere Brücken teilweise nur eingeschränkt befahrbar.
Wichtige Verbindung bleibt blockiert
Die Brücken über den Dnipro sind für Kiew von zentraler Bedeutung, weil sie den Ost- und Westteil der Millionenstadt verbinden. Insgesamt gibt es sieben solcher Übergänge für Straßenverkehr, Eisenbahn und U-Bahn. Wenn mehrere davon ausfallen oder nur eingeschränkt genutzt werden können, trifft das den Verkehr der Stadt besonders hart.
- Erneuter Treffer auf die Südbrücke in Kiew
- Sperre gilt weiter für Autos und U-Bahnen
- Weitere Brücken waren zeitweise ebenfalls eingeschränkt
Auch Verletzte in Hostomel und Charkiw
Nicht nur Kiew war von den Angriffen betroffen. Im nordwestlich gelegenen Vorort Hostomel wurden am frühen Abend bei einem russischen Drohnenangriff zwei Menschen verletzt. Laut Gouverneur Timur Tkatschenko trafen die Angriffe mehrere Lagerräume, die danach in Brand gerieten.
Auch aus Charkiw wurden Folgen eines Drohnenangriffs gemeldet. Dort schlug eine Drohne im Bezirk Kiewskyi ein und verletzte eine Person. Das teilte Bürgermeister Ihor Terechow über Telegram mit. Die Meldungen zeigen, dass die Angriffe sich nicht auf die Hauptstadt beschränken, sondern mehrere Orte in der Ukraine gleichzeitig unter Druck setzen.
Quelle: ORF