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Sport13. Oktober 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

DFB sperrt Union-Coach hart

Jens Härtel, zuletzt U-19-Trainer beim 1. FC Union Berlin, ist nach Diskriminierungsvorwürfen zurückgetreten. Der DFB verhängte ein Arbeitsverbot von zwölf Wochen, davon sind vier Wochen zunächst ausgesetzt.

DFB sperrt Union-Coach hart

Foto: lomazoma

Der Deutsche Fußball-Bund hat den zurückgetretenen Union-Nachwuchstrainer Jens Härtel mit einem zwölfwöchigen Arbeitsverbot belegt. Vier Wochen der Strafe werden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt, damit darf der 57-Jährige zunächst acht Wochen lang nicht als Trainer arbeiten. Das Urteil ist nach DFB-Angaben endgültig.

Auslöser waren Vorwürfe wegen diskriminierender Äußerungen im Umfeld der U19 des 1. FC Union Berlin. Laut DFB wurde Härtel in drei Fällen wegen diskriminierenden unsportlichen Verhaltens verurteilt. Zusätzlich muss er bis April 2027 ein Konflikt- und Deeskalationstraining bei der zentralen Anlaufstelle für Fälle von Gewalt, Diskriminierung und Extremismus oder einer vergleichbaren Einrichtung absolvieren.

Anonymer Brief brachte Fall ins Rollen

Ins Rollen kam die Affäre durch ein anonymes Schreiben an Union Berlin. Darin wurden dem U-19-Coach diskriminierende Aussagen während des Trainings vorgeworfen. Der Klub startete daraufhin einen internen Aufarbeitungsprozess. Nachdem der DFB-Kontrollausschuss Strafanzeige gestellt hatte, trat Härtel am Sonntag von seinem Posten zurück.

  • 12 Wochen Arbeitsverbot
  • 4 Wochen davon für ein Jahr ausgesetzt
  • Verpflichtendes Training bis April 2027

Härtel räumt Fehler ein

Union erklärte, Härtel werde bis auf Weiteres nicht als Trainer arbeiten und die Zeit für seine persönliche Aufarbeitung nutzen. Jugendfußball-Geschäftsführer Lutz Munack sprach von einem ehrlichen Bemühen des Trainers, die Vorwürfe aufzuarbeiten. Das Verhältnis zur Mannschaft wirke demnach weiterhin intakt.

Härtel selbst räumte Fehler ein und erklärte, seiner Vorbildfunktion im Jugendbereich nicht gerecht geworden zu sein. Er habe sich bei Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerteam entschuldigt und wolle nun sein Verhalten reflektieren. Der frühere Coach war in seiner Karriere unter anderem bei Magdeburg, Hansa Rostock, Eintracht Braunschweig und Erzgebirge Aue tätig.

Quelle: lomazoma