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Promis9. Oktober 2026, 09:02 Uhr · von Redaktion

Demi Moore feiert das Älterwerden

In Los Angeles spricht Demi Moore offen über das Älterwerden. Die Schauspielerin nennt es ein außergewöhnliches Geschenk und wendet sich gegen den gesellschaftlichen Druck, Jugend zum Maß aller Dinge zu machen.

Demi Moore feiert das Älterwerden

Foto: tz

Demi Moore stellt sich klar gegen den Jugendkult: Für die Schauspielerin ist das Älterwerden kein Makel, sondern etwas Wertvolles. In Los Angeles sprach sie darüber, wie sich ihr Blick auf die Zeit verändert hat – und warum es einen entscheidenden Unterschied gibt zwischen älter werden und sich alt fühlen.

Moore beschreibt das Älterwerden als natürlichen Prozess, der nicht versteckt oder bekämpft werden müsse. Das Gefühl, alt zu sein, sei für sie dagegen eher eine Frage der inneren Haltung. Genau darin liegt der Kern ihrer Botschaft: Nicht die Zahl selbst soll bestimmen, wie ein Mensch sich wahrnimmt, sondern der eigene Umgang mit den verschiedenen Lebensphasen.

Abrechnung mit alten Schönheitsbildern

Besonders deutlich kritisiert die Schauspielerin den Druck, der vor allem auf Frauen lastet, sobald erste Zeichen des Älterwerdens sichtbar werden. Lange sei vermittelt worden, dass Jugend den höchsten Wert darstelle und alles danach nur Verlust bedeute – an Schönheit, Begehren und Bedeutung. Moore stellt diesem Bild ein anderes Verständnis entgegen: Reife könne auch mehr Freiheit, Selbstbewusstsein und Klarheit bringen.

  • Älterwerden sei für sie etwas Positives
  • Das Gefühl des Altseins hänge stark von der eigenen Einstellung ab
  • Frauen über 50 würden oft noch immer falsch oder unzureichend dargestellt

Mehr Offenheit über das Leben nach 50

Ein wichtiger Punkt in ihren Aussagen ist der Umgang mit Frauen jenseits der 50. Nach Moores Ansicht wird über diese Lebensphase noch immer zu wenig gesprochen. Körperliche und emotionale Veränderungen seien real, doch vielen fehle es an Informationen und Orientierung. Genau deshalb plädiert sie dafür, dieses Kapitel des Lebens offener zu thematisieren und ihm Angst und Scham zu nehmen.

Auch beim Thema Schönheit setzt Moore auf einen anderen Maßstab. Selbstfürsorge bedeute für sie nicht, jede Spur der Zeit auslöschen zu wollen. Vielmehr gehe es darum, sich im eigenen Körper wohlzufühlen, sich wertzuschätzen und neugierig zu bleiben. Entscheidend sei, vital und präsent zu sein – ohne sich von einer Zahl vorschreiben zu lassen, was noch möglich ist.

Quelle: tz