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Politik15. Oktober 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Cyberalarm bei Schweizer Raumfirma

Nach einer Cyberattacke auf den bundeseigenen Raumfahrtkonzern Beyond Gravity deutet laut SRF vieles auf China hin. Interne Einschätzungen gehen zudem davon aus, dass bei dem Angriff Daten abgeflossen sind.

Cyberalarm bei Schweizer Raumfirma

Nach dem bekannt gewordenen Cyberangriff auf den Schweizer Raumfahrtkonzern Beyond Gravity richtet sich der Verdacht intern offenbar gegen China. Das berichten Recherchen von SRF unter Berufung auf mehrere involvierte Personen. Offiziell bestätigt ist die Herkunft der Angreifer bisher aber nicht. Das Unternehmen und das zuständige Verteidigungsdepartement halten sich mit einer klaren Zuordnung noch zurück.

Beyond Gravity entwickelt Satelliten- und Raketentechnologie und gehört dem Bund. Bereits Anfang des Monats hatte der Konzern von einer gezielten Attacke gesprochen und dabei einen mutmasslich „hochprofessionellen Akteur“ erwähnt. Schon damals lag der Verdacht nahe, dass hinter dem Angriff ein staatliches Umfeld stehen könnte. Laut SRF wird innerhalb des Unternehmens inzwischen China als möglicher Urheber vermutet.

Daten sollen abgeflossen sein

Welche Informationen die Angreifer genau erbeutet haben könnten, ist weiter unklar. Nach den vorliegenden Angaben scheint jedoch festzustehen, dass es einen Datenabfluss gab. Beyond Gravity hat nach eigenen Angaben bei der Berner Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Untersucht wird der Fall auch mit dem Bundesamt für Cybersicherheit.

  • Angriff auf einen bundeseigenen Raumfahrtkonzern
  • Interner Verdacht richtet sich laut SRF gegen China
  • Offenbar wurden Daten entwendet

Kein Einzelfall für den Konzern

Für das Umfeld von Beyond Gravity ist es nicht der erste schwere Vorfall dieser Art. Der Konzern gehört zu Ruag International AG – und schon vor mehr als zehn Jahren war der damalige Ruag-Konzern Ziel einer umfassenden Cyberattacke. Damals wurde die IT-Sicherheit massiv beeinträchtigt. Fachleute vermuteten später Russland hinter dem Angriff, doch die Bundesanwaltschaft konnte die Täterschaft letztlich nicht klären.

Dass Raumfahrttechnologie für Nachrichtendienste besonders interessant ist, überrascht Fachleute nicht. Gerade mit Blick auf die internationale Konkurrenz im All gilt die Branche als sensibles Ziel. Umso brisanter ist der aktuelle Fall für die Schweiz: Betroffen ist ein Staatskonzern, der an Technik für Satelliten und Raketen arbeitet – also an Know-how, das auch geopolitisch eine Rolle spielt.

Quelle: SRF