Coldmirror sagt Harry Ade
YouTuberin Coldmirror geht auf Distanz zu Harry Potter. Kathrin Fricke begründet das in einem Interview mit dem Engagement von Autorin J. K. Rowling gegen Transmenschen.

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Coldmirror war für viele Fans jahrelang eng mit „Harry Potter“ verbunden. Genau mit diesen Parodien und Neusynchronisationen wurde die YouTuberin auf YouTube bekannt. Nun zieht Kathrin Fricke, wie die Medienkünstlerin mit bürgerlichem Namen heißt, eine klare Grenze zum Zauber-Universum, das sie einst berühmt machte.
Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte die aus dem Raum Bremen stammende 41-Jährige, dass sie keine Liebe mehr für Harry Potter empfinde. Ein gewisses Grundinteresse sei zwar noch da, doch sie könne sich das alles nicht mehr mit gutem Gewissen ansehen. Als Auslöser nennt sie das Auftreten von J. K. Rowling, die sich nach Frickes Ansicht gegen Transmenschen engagiere.
Klare Distanz nach Podcast-Ende
Mit dem Ende ihres Podcasts über den ersten Harry-Potter-Film habe sie 2023 für sich einen Schlussstrich gezogen. Fricke sagte, das Thema sei für sie durch. Besonders kritisch sieht sie dabei nicht nur Äußerungen der Autorin, sondern auch den Vorwurf, Rowling setze ihr Geld aktiv dafür ein, anderen das Leben schwer zu machen.
- 2006 veröffentlichte Fricke ihr erstes YouTube-Video
- Mehr als eine Million Menschen abonnieren ihren Kanal
- Der Kanal gehört zum öffentlich-rechtlichen Netzwerk Funk
Früher Rückzugsort, heute Trauer
Dabei habe Harry Potter für Fricke früher eine große Rolle gespielt. Die Geschichten seien für sie in einer schweren Zeit ein Rückzugsort gewesen. Auch die Aussicht auf neue Bücher oder Filme habe ihr etwas gegeben, worauf sie sich freuen konnte. Ihren über acht Jahre laufenden Podcast zur Analyse von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ beschreibt sie sinngemäß als Liebeserklärung an diesen Kosmos.
Umso größer sei nun die Enttäuschung. Fricke sagt, sie habe um Harry Potter getrauert. Was Fans aus den Geschichten mitgenommen hätten – etwa Kraft oder Freundschaften – bleibe aber bestehen. Rowling steht seit Jahren wegen Äußerungen zu Trans- und Frauenrechten in der Kritik. Auch Stars der Filmreihe wie Daniel Radcliffe hatten sich bereits öffentlich von ihr distanziert.
Quelle: focus