CDU prüft neuen Kunstrasen-Plan
Die CDU in Grünberg will die Modernisierung der Sportanlage an der Struppiusstraße prüfen lassen. Trotz gescheiterter Förderung soll gemeinsam mit dem TSV und dem Landkreis nach einer tragfähigen Lösung gesucht werden.

Die Debatte um einen Kunstrasenplatz in Grünberg ist noch nicht beendet. Die CDU-Fraktion im Stadtparlament will das Thema trotz der im Mai gescheiterten Förderung für Stangenrod erneut auf die Tagesordnung setzen. Für die kommende Sitzungsrunde kündigt sie einen Prüfantrag an, der sich auf die Sportanlage an der Struppiusstraße richtet.
Im Kern geht es nicht um einen sofortigen Baubeschluss, sondern um eine genaue Bestandsaufnahme. Gemeinsam mit dem TSV Grünberg und dem Landkreis Gießen soll ausgelotet werden, ob sich der Standort für eine Modernisierung eignet. Dabei sollen sportlicher und schulischer Bedarf, rechtliche Fragen, organisatorische Bedingungen und vor allem die Finanzierung geklärt werden.
Standort mit Nähe zu Schulen
Aus Sicht der CDU hat die Anlage an der Struppiusstraße einen klaren Vorteil: Sie gehört dem TSV und liegt direkt im Umfeld der Theo-Koch-Schule sowie der Gallusschule. Nach Vorstellung der Fraktion könnte eine modernisierte Sportstätte deshalb nicht nur dem Verein, sondern auch dem Schulsport zugutekommen. Fraktionschef Uwe Feldbusch sieht darin die Chance, beide Nutzungen langfristig besser zu verbinden.
- Prüfung einer Modernisierung statt sofortiger Bauentscheidung
- Gespräche mit dem Landkreis über Kostenbeteiligung und Nutzungsrechte
- Einbindung von Verein, Schulen und Stadt in den Prozess
Finanzierung bleibt Knackpunkt
Ein Schwerpunkt des Vorstoßes ist die Geldfrage. Wegen der angespannten Lage der städtischen Finanzen soll das Projekt nicht allein aus dem Haushalt der Stadt getragen werden. Die CDU will deshalb mögliche Förderungen über Sportland Hessen und den Landessportbund Hessen prüfen lassen. Auch eine Beteiligung des Landkreises und weitere Finanzierungswege sollen untersucht werden.
Damit der Prozess gebündelt begleitet wird, schlägt die Fraktion außerdem eine „Projektgruppe Sportinfrastruktur Struppiusstraße“ vor. In diesem Gremium sollen neben Stadt und Fraktionen auch der TSV Grünberg, die Theo-Koch-Schule und Vertreter des Landkreises Gießen zusammenarbeiten. Erst wenn belastbar feststeht, was technisch, organisatorisch und finanziell möglich ist, soll über eine Umsetzung entschieden werden.
Quelle: giessener-anzeiger