ATSV zieht Lehren aus Abstieg
Der ATSV Sebaldsbrück startet nach nur einem Jahr in der Bremen-Liga wieder in der Landesliga. Abteilungsleiter Cengiz Cakir sieht Fehler bei Vorbereitung und Training, blickt mit neuem Trainer aber optimistisch nach vorn.

Nach nur einer Saison in der Bremen-Liga ist der ATSV Sebaldsbrück zurück in der Landesliga. Die Enttäuschung darüber hält sich im Verein aber in Grenzen. Für Abteilungsleiter Cengiz Cakir überwiegt weiter die Freude darüber, dass der Club erstmals seit seiner Gründung 1905 überhaupt in der höchsten Bremer Spielklasse antreten durfte.
Der Rückblick fällt dennoch selbstkritisch aus. Cakir macht keinen Hehl daraus, dass der ATSV für das höhere Niveau nicht ausreichend gerüstet war. Vor allem taktisch habe der Mannschaft in mehreren Bereichen etwas gefehlt. Nach seiner Einschätzung war das Team in der Bremen-Liga weder mit Ball noch gegen den Ball konstant kompakt genug.
Zu wenig Vorbereitung auf das höhere Niveau
Ein zentraler Punkt aus Sicht des Abteilungsleiters: der Trainingsaufwand. Cakir räumt ein, dass der Verein die Anforderungen der Liga unterschätzt habe. Die Aufstiegseuphorie allein habe nicht gereicht, um sich dauerhaft oben zu behaupten. Aus dem Jahr in der Bremen-Liga nimmt der ATSV deshalb vor allem die Erkenntnis mit, dass auf diesem Niveau deutlich mehr Arbeit nötig ist.
- Lehre 1: Mehr taktische Disziplin
- Lehre 2: Höherer Trainingsumfang
- Lehre 3: Bessere Vorbereitung auf das Niveau
Neustart mit neuem Trainer
Nach dem Abstieg hat sich der Kader deutlich verändert. Ein großer Teil der Spieler verließ den Verein, auch im Zusammenhang mit dem Trainerwechsel. Bereits im Februar hatte sich Cakir von Gökhan Deli getrennt. Ein später Versuch, den langjährigen Coach zurückzuholen, blieb erfolglos. Zudem wollten einige Spieler weiter in der höchsten Spielklasse bleiben.
Nun richtet sich der Blick nach vorn. Mit Frank Dahlenberg als neuem Trainer und vielen neuen Spielern setzt der ATSV auf einen frischen Anlauf in der Landesliga. Cakir betont den Teamgeist und formuliert das Ziel bewusst zurückhaltend: Erst einmal soll die Klasse gehalten werden. Die Favoritenrolle sieht er bei anderen Vereinen.
Foto: weserkurier