Ariana Grande zieht sich zurück
Ariana Grande will sich laut Management vorerst aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Auslöser ist demnach anhaltende öffentliche Kritik, nachdem viele in sozialen Netzwerken über ihren Körper und ihr Gewicht diskutierten.

Ariana Grande will sich nach Angaben ihres Managements vorerst aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Als Grund wird eine anhaltende öffentliche Kritik genannt, die zuletzt wieder stark aufgeflammt ist. Im Mittelpunkt steht dabei mutmaßlich die Debatte über das Körpergewicht der US-Sängerin und Schauspielerin.
Auslöser der neuen Welle an Reaktionen ist ein kürzlich veröffentlichtes Musikvideo. In den sozialen Netzwerken wurde danach massiv über Grandes Aussehen diskutiert. Unter dem Clip häuften sich Kommentare von Nutzerinnen und Nutzern, die sich besorgt zeigten und ihre Gesundheit thematisierten. Gleichzeitig betont das Management, Grande sei gesund, glücklich und werde sich nach der aktuellen Tour nun eine Pause gönnen.
Zwischen Sorge und Grenzüberschreitung
Die Diskussion zeigt, wie widersprüchlich die Fan-Reaktionen sind. Viele wissen offenbar, dass Spekulationen über fremde Körper problematisch sein können. Trotzdem halten es einige für gerechtfertigt, das Thema bei Ariana Grande anzusprechen. Die Sängerin selbst hatte sich in der Vergangenheit bereits dazu geäußert und mehr Respekt im Umgang mit dem Aussehen anderer Menschen eingefordert.
- Grande zieht sich laut Management zunächst zurück.
- Im Netz wird vor allem über ihr Gewicht diskutiert.
- Das Management weist darauf hin, dass sie gesund sei.
Mehr als nur ein Fan-Thema
Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner, die zu Macht, Essen und weiblichen Körpern forscht, kann nach eigenen Worten nachvollziehen, dass Fans Sorge empfinden. Zugleich warnt sie davor, aus dem Äußeren direkt auf den Gesundheitszustand eines Menschen zu schließen. Für sie steckt in der Debatte womöglich mehr als ehrliche Besorgnis: nämlich auch gesellschaftliche Kontrolle darüber, ob Frauenkörper aktuellen Schönheitsidealen entsprechen.
Gerade darin sieht Lechner ein größeres Problem. Die Diskussion um Ariana Grande stehe beispielhaft für den Druck, der auf Frauen laste. Besonders das Bild vom jungen, dünnen und weißen Körper sei in der Popkultur wieder sehr präsent. Der Fall zeigt damit nicht nur, wie schnell ein Star im Netz zum Gesprächsthema wird, sondern auch, wie hart und persönlich solche Debatten über Körper geführt werden.