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Promis14. September 2026, 19:00 Uhr · von Redaktion

Ärger um Sweeneys Nackt-Spot

Schauspielerin Sydney Sweeney wirbt fast unbekleidet für die Sportwetten-App Novig. Der Clip sorgt international für Kritik, Sportlerinnen sprechen von Sexismus und einem Rückschlag für die Anerkennung von Frauen im Sport.

Ärger um Sweeneys Nackt-Spot

Foto: Wikimedia Commons / Jay Dixit, CC BY-SA 4.0

Mit einer neuen Werbekampagne hat Sydney Sweeney viel Aufmerksamkeit erzeugt – aber auch massiven Gegenwind. Die Schauspielerin wirbt in einem Clip für die Sportwetten-App Novig und ist dabei weitgehend unbekleidet zu sehen. Genau diese Inszenierung bringt nun zahlreiche Sportlerinnen aus verschiedenen Ländern auf die Barrikaden.

Sportlerinnen reagieren empört

In den Reaktionen auf das Lancierungsvideo entlädt sich der Frust deutlich. Unter dem Clip finden sich laut SRF rund 37'000 Kommentare. Viele werfen der Kampagne vor, Frauen im Sport auf ein sexistisches Bild zu reduzieren. Die Kritik richtet sich dabei nicht nur gegen die Machart des Spots, sondern auch gegen das Signal, das damit aus Sicht der Athletinnen gesendet wird.

Besonders deutlich wurde die australische Schwimmerin Ariarne Titmus, die vier olympische Goldmedaillen gewonnen hat. Sie bezeichnete den Spot als „einen Schlag ins Gesicht“. Weitere Sportlerinnen aus mehreren Ländern schlossen sich dieser Einschätzung an und sehen in dem Werbeclip eine Sabotage ihrer Bemühungen um mehr Respekt und Anerkennung im Sport.

Provokation als Strategie

Der Spot selbst setzt offenbar gezielt auf Reibung. Sweeney preist darin die Vorteile der App an und erklärt, dort gehe es „nur um Sport“ – während der Sport visuell eher in den Hintergrund rückt. Laut SRF ist die Schauspielerin bei Novig als strategische Partnerin eingebunden.

  • Werbung für eine Sportwetten-App
  • starke Kritik wegen sexistischer Darstellung
  • internationale Empörung unter Sportlerinnen

Für Aufmerksamkeit hat die Kampagne damit zweifellos gesorgt. Dass Sweeney mit provokanten Werbeauftritten Schlagzeilen auslösen kann, ist nicht neu: Bereits 2025 hatte sie mit einem anderen Spot für Aufsehen gesorgt. Diesmal steht jedoch weniger der Überraschungseffekt im Fokus als die Frage, welches Frauenbild im Sport öffentlich vermarktet wird.

Quelle: SRF