JETZT LIVE
Musik & Film5. Oktober 2026, 13:00 Uhr · von Redaktion

Ärger um Olivia-Dean-Song

Olivia Dean gerät in Kalifornien indirekt in einen Plagiatsstreit: Wegen ihres Songs „I've Seen It“ wurde Klage gegen mehrere Musikfirmen eingereicht. Der Vorwurf bezieht sich auf Ähnlichkeiten zu Bill Withers' Hit „Just the Two of Us“.

Ärger um Olivia-Dean-Song

Foto: promiflash

Für Olivia Dean läuft gerade das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere – und nun sorgt ausgerechnet ein Song von ihrem gefeierten Album für jurischen Ärger. In Kalifornien ist eine Klage eingereicht worden, die sich um „I've Seen It“ dreht, den Schlusstrack von „The Art of Loving“. Der Vorwurf: Das Stück soll sich musikalisch zu deutlich bei Bill Withers’ Klassiker „Just the Two of Us“ bedienen.

Vorwurf richtet sich gegen Labels und Verlage

Eingereicht wurde die Klage von der Mattie Music Group, die den Katalog des 2020 verstorbenen Soulsängers verwaltet. Laut den Unterlagen, die der BBC vorliegen, sollen beide Songs in mehreren musikalischen Merkmalen auffällig nah beieinanderliegen. Verklagt werden allerdings nicht Dean selbst oder ihre Co-Autoren Bastian Langebæk und Max Wolfgang, sondern mehrere Unternehmen aus dem Musikgeschäft.

  • beklagt: Capitol Records und Universal Music Group
  • außerdem: Sony Publishing und Kobalt Music Publishing America
  • nicht auf der Klageschrift: Olivia Dean sowie ihre Co-Autoren

Demnach soll es schon vor dem Gerichtsverfahren Hinweise gegeben haben. Die Kläger ließen beide Titel von einem Musikwissenschaftler vergleichen und informierten Deans Plattenfirma bereits im August. Trotzdem blieb „I've Seen It“ weiter im Vertrieb. Der Song ist längst ein großer Streaming-Erfolg und kommt bei Spotify auf rund 245 Millionen Abrufe. „Just the Two of Us“, 1981 unter dem Namen von Grover Washington Jr. erschienen, liegt dort bei etwa 948 Millionen Streams.

Hohe Hürde vor Gericht

Rechtlich dürfte der Fall kompliziert werden. Für einen erfolgreichen Plagiatsvorwurf müssen die Kläger nachweisen, dass Dean und ihre Mitautoren die ältere Komposition kannten, bevor ihr eigener Song entstand. Genau das wird in der Klage behauptet: Das Autorentrio habe Gelegenheit gehabt, den bekannten Hit zu hören.

Der Zeitpunkt ist für Dean heikel. Die 27-Jährige wurde bei den Grammys 2026 als beste neue Künstlerin ausgezeichnet, bei den Brit Awards gewann „The Art of Loving“ den Preis für das Album des Jahres. In Großbritannien stand das Album auf Platz eins, in den USA auf Rang drei. Wie das Verfahren nun weitergeht, ist offen – eine Stellungnahme der beklagten Unternehmen lag laut People zunächst nicht vor.

Quelle: promiflash