Alphaville sagt Festival ab
Die Band Alphaville wird nicht beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring auftreten. Nach einer Ausladung wegen geplanter Demokratie-Statements entschuldigten sich die Organisatoren zwar, doch die Band bleibt bei ihrer Absage.

Das Hin und Her um Alphaville und das Glücksgefühle-Festival ist beendet: Die Band wird nicht am Festival auf dem Hockenheimring spielen. Zuvor war die Gruppe erst ausgeladen worden, weil sie sich nicht an ein Verbot politischer Äußerungen auf der Bühne halten wollte. Konkret ging es darum, dass Alphaville sich die Freiheit vorbehalten wollte, sich für Demokratie zu äußern.
Entschuldigung nach heftigem Gegenwind
Nach deutlicher Kritik ruderte Mitorganisator Markus Krampe zurück. Gegenüber der „Bild“ räumte er ein, dass das Vorgehen ein Fehler gewesen sei, und entschuldigte sich bei der Band. Auch Ex-Nationalspieler Lukas Podolski, der das Festival mitorganisiert, stellte sich öffentlich hinter diese Korrektur und lobte auf Instagram, dass die Entscheidung noch einmal überdacht worden sei.
Damit war die Tür für eine Rückkehr von Alphaville zwar wieder offen, doch die Band wollte diesen Schritt nicht mehr gehen. Sänger Marian Gold hatte die ursprüngliche Absage zuvor selbst in sozialen Netzwerken öffentlich gemacht und das Vorgehen der Veranstalter als „Maulkorberlass“ bezeichnet.
Fans zweifeln an den Organisatoren
Auch bei vielen Fans blieb ein schaler Beigeschmack. In der Kritik stand vor allem, dass die Entschuldigung aus ihrer Sicht erst kam, als der öffentliche Druck zu groß wurde. Das beschädigte die Glaubwürdigkeit der Organisatoren zusätzlich.
- Erst ausgeladen: wegen des Streits um politische Aussagen auf der Bühne
- Dann entschuldigt: Mitorganisator Krampe nahm die Entscheidung zurück
- Jetzt endgültig: Alphaville tritt trotzdem nicht auf
Unterm Strich bleibt damit eine missglückte Kehrtwende: Obwohl die Festivalmacher ihren Fehler einräumten, ist der Auftritt von Alphaville geplatzt.
Quelle: SRF