Abo-Boom bei den Kleinen
Im Verkauf der Saisonkarten für die Super League legen vor allem kleinere Klubs zu. Besonders stark wächst der FC Lugano, während grosse Namen der Branche ein Minus hinnehmen müssen.

Der Verkauf der Saisonabos in der Super League zeigt in diesem Sommer ein auffälliges Bild: Vor allem kleinere Klubs legen deutlich zu, während einige der etablierten Branchengrössen Rückgänge verzeichnen. Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis zumindest beim Interesse an Dauerkarten ein Stück weit.
Lugano mit dem grössten Sprung
Den markantesten Zuwachs in absoluten Zahlen verzeichnet der FC Lugano. Im neuen Stadion setzte der Klub 1575 Saisonabos mehr ab als zuvor. Das entspricht einem satten Plus von 89 Prozent und ist damit der auffälligste Wert in der Übersicht.
Auch sportlicher Erfolg zahlt sich sichtbar aus. Meister FC Thun profitierte von seiner starken Saison und steigerte den Verkauf seiner Saisonkarten um 27 Prozent. Vizemeister FC St. Gallen kann ebenfalls jubeln: Die Ostschweizer kommen auf 13'000 Dauerkarten und stellen damit einen neuen Vereinsrekord auf. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 12 Prozent.
Erfolg bringt Bewegung in den Markt
Die Übersicht zeigt damit vor allem eines: Gute Resultate und neue Impulse wirken sich direkt auf die Nachfrage aus. Besonders Klubs, die sonst eher weniger im Rampenlicht stehen, konnten kräftig zulegen. Gleichzeitig müssen grössere Namen der Liga beim Abo-Verkauf ein Minus verkraften.
- FC Lugano: plus 1575 Abos, plus 89 Prozent
- FC Thun: plus 27 Prozent
- FC St. Gallen: 13'000 Dauerkarten, plus 12 Prozent
Unterm Strich ist das ein starkes Signal für mehrere Aufsteiger im Zuschauerinteresse. Während sich die Grossen schwertun, nutzen andere Klubs ihre sportliche Dynamik und besondere Rahmenbedingungen, um bei den Fans ordentlich zu punkten.
Foto: bote_ch