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Politik6. Oktober 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

650 Drohnen auf Moskau

Die Ukraine hat laut russischen Behörden in der Nacht rund 650 Drohnen auf die Region Moskau angesetzt. In der Region gab es nach offiziellen Angaben einen Toten und sechs Verletzte.

650 Drohnen auf Moskau

Foto: U.S. Department of State / Wikimedia Commons, Public domain

In der Nacht ist es rund um die russische Hauptstadt zu einem massiven Drohnenangriff gekommen. Nach Angaben russischer Behörden habe die Ukraine die Region Moskau mit etwa 650 Drohnen attackiert. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte bei Telegram, die meisten Fluggeräte seien schon in größerer Entfernung abgefangen worden.

Demnach wurden 105 Drohnen allein beim Anflug auf Moskau zerstört. Der Gouverneur der Region, Andrej Vorobyov, meldete nach dem Angriff sechs Verletzte und einen Todesfall. Sollten die russischen Zahlen stimmen, wäre es ein besonders umfangreicher Schlag gegen das Gebiet um die Hauptstadt.

Bericht über Ziel nahe Moskau

Das Portal Kyjiv Independent berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, dass bei dem Angriff auch eine Ölförderanlage etwa 40 Kilometer von Moskau entfernt im Visier gestanden haben soll. Die Ukraine nimmt immer wieder Teile der russischen Ölindustrie ins Visier. Dahinter steht das Ziel, den für Russland wichtigen Energieexport zu treffen.

  • Russische Behörden sprechen von rund 650 eingesetzten Drohnen
  • 105 davon seien beim Anflug auf Moskau abgeschossen worden
  • In der Region Moskau wurden ein Toter und sechs Verletzte gemeldet

Neue Vorwürfe um AKW Saporischschja

Parallel dazu erhob Russland erneut schwere Vorwürfe gegen die Ukraine. Moskau macht Kiew für einen tödlichen Drohnenangriff auf das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja verantwortlich. Nach Darstellung des russischen Atomkonzerns Rosatom wurde in der Nacht auf gestern ein Fahrer getötet, der Lebensmittel für Beschäftigte des Werks transportierte.

Als Ziele des Angriffs nannte Rosatom ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit habe nach russischen Angaben aber nicht bestanden. Bereits am Samstag hatte die von Russland eingesetzte Werksleitung erklärt, Beschuss habe die externe Stromversorgung der Anlage beschädigt.

Quelle: ORF