63 Festnahmen bei Rap-Konzert
Beim Konzert des belarusischen Rappers Max Korzh in Frankfurt mit 27.000 Besuchern hat die Polizei nach mehreren Fan-Partys und viel illegaler Pyrotechnik 63 Menschen vorübergehend festgenommen.

Foto: Itokyl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das Konzert von Max Korzh in Frankfurt hat der Polizei ein arbeitsreiches Wochenende beschert. Zum Auftritt des belarusischen Musikers im Waldstadion kamen am Samstagabend 27.000 Menschen. Schon in den Tagen davor sammelten sich jedoch immer wieder größere Fangruppen in der Stadt – und dabei wurde laut Polizei massenhaft unerlaubt Feuerwerk gezündet.
Feiern in der Stadt eskalieren mehrfach
Los ging es bereits am Donnerstagabend in der Innenstadt: Rund 500 Fans trafen sich auf der Zeil, hörten laut Musik und bildeten Moshpits. Als wiederholt Pyrotechnik aus der Menge abgefeuert wurde, beendete die Polizei das Treffen gegen Mitternacht. Am Freitag verlagerte sich die Lage in den Hafenpark, wo sich laut Polizei etwa 2.000 Menschen versammelten – offenbar nach Verabredungen über soziale Medien.
Dort wurden zahlreiche Bengalos gezündet und Feuerwerkskörper aus der Menge abgeschossen. Ein stark alkoholisierter Mann stürzte dabei in den Main, konnte sich aber selbst ans Ufer retten und wurde anschließend ambulant versorgt. Später zogen mehrere hundert Feiernde zur Flößerbrücke weiter, wo sie unter Gesängen gleichzeitig hunderte Bengalos zündeten. Danach musste die Polizei auch in Alt-Sachsenhausen eingreifen, wo sich noch einmal etwa 500 Fans versammelt hatten.
Fanmarsch verboten, Kontrollen verschärft
Nach den Vorfällen untersagte die Polizei einen für Samstag geplanten Fanmarsch zum Stadion. Im Stadtgebiet kamen zwar weiterhin kleinere Gruppen zusammen, auch dort wurde teils mit Feuerwerk hantiert. Gleichzeitig wurden die Einlasskontrollen im Stadion verstärkt. Dabei stellten die Beamten eine Vielzahl pyrotechnischer Gegenstände sicher.
- 63 Menschen wurden am Samstag vorübergehend festgenommen.
- Mehrere Besucher mussten das Stadion verlassen, weil sie Bengalos zündeten.
- Zusätzlich meldete die Polizei körperliche Auseinandersetzungen und Widerstand gegen Einsatzkräfte.
Insgesamt sprach die Polizei außerdem zahlreiche Platzverweise aus. Für 25 Personen endete der Konzertabend sogar schon vor dem Einlass: Sie durften das Stadion am Ende gar nicht erst betreten.
Quelle: Tagesschau