40 Jahre für Tupac-Drahtzieher
Im Mordfall Tupac Shakur hat ein Gericht in Las Vegas das Strafmaß gegen Duane "Keffe D" Davis verkündet. Der 63-Jährige muss für 40 Jahre bis lebenslang ins Gefängnis und kann frühestens nach vier Jahrzehnten auf Bewährung hoffen.

Foto: Tupac Shakur / Interscope Records / Death Row Records /Amaru Records / Wikimedia Commons, Public domain
Fast 30 Jahre nach dem Mord an Tupac Shakur ist das Strafmaß gegen den verurteilten Drahtzieher gefallen: Ein Gericht in Las Vegas schickte Duane „Keffe D“ Davis für 40 Jahre bis lebenslang ins Gefängnis. Der 63-Jährige kann damit frühestens nach vier Jahrzehnten Haft eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung beantragen.
Die Jury hatte Davis bereits am 31. August schuldig gesprochen. Nach Darstellung der Anklage war er nicht selbst der Schütze, soll aber die tödlichen Anweisungen gegeben haben. Laut „The Hollywood Reporter“ ist Davis damit der erste und bislang einzige Mensch, der im Zusammenhang mit Shakurs Tod verurteilt wurde.
Deutliche Worte im Gerichtssaal
Vor der Urteilsverkündung wandten sich Shakurs Geschwister an die Richterin und forderten eine lebenslange Haftstrafe. Seine Schwester Sekyiwa Shakur sagte unter Tränen, wer ein Leben nehme, verdiene jede Minute der Höchststrafe. Sie machte zugleich klar, dass ihr Bruder für sie weit mehr gewesen sei als ein Symbol für Straßengewalt.
Auch Richterin Carli Kierny fand klare Worte. Sie machte deutlich, dass man einem Menschen nicht das Leben und seiner Familie die Zukunft nehmen könne, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Tupac Shakur sei bis heute nicht vergessen, sagte sie sinngemäß im Gerichtssaal.
Ein Fall, der Jahrzehnte ruhte
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Tat ein Racheakt nach einer Prügelei im MGM Grand in Las Vegas, kurz nach einem Boxkampf von Mike Tyson am 7. September 1996. Shakur wurde bei den Schüssen schwer verletzt und starb sechs Tage später im Alter von nur 25 Jahren.
- Festnahme von Davis: September 2023
- Schuldspruch der Jury: 31. August 2026
- Strafmaß: 40 Jahre bis lebenslang
Dass der Fall noch vor Gericht landete, lag laut Anklage auch an Davis selbst. Ermittler stützten sich unter anderem auf ein geheimes Gespräch aus dem Jahr 2008, spätere Interviews und seine Memoiren von 2019. Darin soll er erklärt haben, die Tatwaffe besorgt zu haben. Davis weist die Vorwürfe zurück. Sein Anwalt sprach von erfundenen Geschichten und kündigte Berufung an.
Quelle: rtl_de