22-Millionen-Wette ging auf
Produzent Joseph E. Levine setzte für das Kriegsfilm-Epos „Die Brücke von Arnheim“ in den 1970ern einen Großteil seines Privatvermögens ein. Nach zwei Jahren Produktion spielte der Film weltweit 50,7 Millionen US-Dollar ein.

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Für den Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ ging Produzent Joseph E. Levine ein Risiko ein, das selbst in Hollywood ungewöhnlich war. Der Mann, der in den 1960er-Jahren mit vergleichsweise günstigen Genreproduktionen erfolgreich geworden war, kehrte nach mehreren Jahren Pause noch einmal mit einem Mammutprojekt zurück – und finanzierte dafür einen großen Teil des Budgets aus eigener Tasche.
Auslöser war Cornelius Ryans Romanvorlage, von der Levine so überzeugt gewesen sein soll, dass er alles auf eine Karte setzte. Das Budget lag bei 22 Millionen US-Dollar – eine enorme Summe für die damalige Zeit. Zum Vergleich nennt die Vorlage: Der erste „Star Wars“-Film kostete im selben Jahr nur 11 Millionen Dollar. Laut Drehbuchautor William Goldman hätte ein Scheitern für Levine auch privat drastische Folgen gehabt.
Star-Aufgebot für das Weltkriegs-Epos
Auch bei der Besetzung machte der Produzent keine halben Sachen. Regie führte Richard Attenborough, vor der Kamera stand ein Ensemble, das heute wie ein Who’s who des Kinos wirkt. Der Film erzählt von einer missglückten Luftlandeoperation der Alliierten im September 1944, bei der mehrere Rheinbrücken eingenommen werden sollten – und die Soldaten schließlich von deutschen Panzerdivisionen eingeschlossen wurden.
- Mit dabei waren unter anderem Sean Connery, Michael Caine und Anthony Hopkins
- Außerdem spielten Gene Hackman, Robert Redford und Laurence Olivier mit
- Kinostart war am 20. Oktober 1977
Zwei Jahre Produktion, am Ende ein Erfolg
Um das Geld für die aufwändige Herstellung zusammenzubekommen, setzte Levine auf einen ungewöhnlichen Weg. Bereits während der Dreharbeiten ließ er fertige Szenen zusammensetzen und präsentierte das Material möglichen Investoren und Verleihern. Durch den Verkauf von Lizenzen und Aufführungsrechten floss so immer wieder neues Kapital in die Produktion.
Die Arbeiten an dem fast drei Stunden langen Film zogen sich über zwei Jahre. Am Ende zahlte sich die Wette jedoch aus: Weltweit kam „Die Brücke von Arnheim“ auf 50,7 Millionen US-Dollar Einspiel und spielte damit mehr als das Doppelte seines Budgets wieder ein. Für Levine wurde das gewaltige Risiko damit zur erfolgreichen letzten großen Kraftanstrengung.
Quelle: filmstarts