100.000 Euro fürs Freibad
Der Förderverein des Freibads in Kleinblittersdorf hat bis Ende 2025 fast 100.000 Euro in die Freizeiteinrichtung gesteckt. Rund 200 Mitglieder organisieren Aktionen wie Mondschein- und Hundeschwimmen und locken damit sogar Gäste aus Frankreich an.

Foto: saarbruecker
Das Freibad in Kleinblittersdorf profitiert kräftig vom Einsatz seines Fördervereins: Bis Ende 2025 flossen knapp 100.000 Euro in das Bad. Finanziert wurden davon unter anderem eine Rutsche fürs Nichtschwimmerbecken, Sonnenschutz, Spielgeräte, Außenumkleiden, Sitzgelegenheiten und eine Wärmepumpe für das Planschbecken. Auch Schwimmutensilien, Wasserspielzeug und der feste Verkaufsstand gehören zu den Anschaffungen.
Hinter diesem Engagement steht eine beachtliche Gemeinschaft. Rund 200 Mitglieder zählt der Verein inzwischen, etwa 30 davon gehören zum festen Helferkreis. Allein in diesem Jahr kamen bei Veranstaltungen bereits mehr als 1250 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen. Das Angebot reicht von Ostereiersuche über Mondscheinschwimmen bis hin zu Hundeschwimmen. Dazu kommen Unterstützung bei Schwimmkursen und kostenlose Aqua-Fitness.
Verkaufsstand als Herzstück
Ein besonderer Baustein der Vereinsarbeit ist der feste Verkaufspavillon im Freibad. Wo früher für jede Veranstaltung ein Pavillon auf- und abgebaut werden musste, gibt es seit 2025 eine dauerhafte Lösung. Christian Müller, Gründungsmitglied und früherer Vorsitzender, übernahm dort Elektroinstallation und Innenausbau. Insgesamt 350 Arbeitsstunden steckte er in den Stand. Heute sind Grill, Fritteuse, Kühlschrank, Waschbecken und Kasse fest installiert.
- Treffpunkt bei Veranstaltungen
- wichtige Einnahmequelle für den Verein
- besonders gefragt bei Mondscheinschwimmen
Gerade bei diesen Abenden wird der Stand zum sozialen Mittelpunkt des Freibads. Besucher essen, trinken und genießen den Blick über Kleinblittersdorf bis nach Frankreich. Laut Bericht kommen inzwischen auch viele Badegäste von dort ins Bad. Die Erlöse aus Veranstaltungen, Verkauf, Beiträgen und Spenden landen nach Abzug der Kosten wieder im Freibad.
Aus der Krise zum Erfolgsmodell
Dass das Freibad heute so dasteht, war früher keineswegs sicher. Der 2012 gegründete Förderverein wollte zunächst das Hallenbad erhalten – ohne Erfolg. 2015 geriet dann auch das Freibad in Schwierigkeiten, weil Teile des Beckenrandes beschädigt waren und das Bad mehrfach schließen musste. Mehr als 1000 Unterschriften wurden damals für den Erhalt gesammelt. Heute zeigt sich: Der lange Einsatz hat das Freibad zu einem lebendigen Treffpunkt im Ort gemacht.
Quelle: saarbruecker